Inhalt des Konzeptes
- Warum braucht Düsseldorf einen VEGETARISCHEN TAG?
- Umwelt: Wir haben nur eine Welt
- Besser Essen: Vegetarisch ist gesund und lecker
- Gesundheit: Billiges Fleisch kommt uns teuer zu stehen!
- Tierschutz: Die Ausbeutung unserer Mitgeschöpfe beenden
- Gerechtigkeit: Nahrung für die dritte Welt
Initiative des Bündnisses für einen vegetarischen Tag
Sehen Sie dazu auch das Kurz-Video, das uns freundlichweise von www.provegan.info zur Verfügung gestellt wurde.
Warum braucht Düsseldorf einen VEGETARISCHEN TAG?
Düsseldorf ist anerkannt eine der schönsten und reichsten Städte auf dieser Welt.
Hier zu leben ist ein Privileg und wir können es nicht hoch genug schätzen.
Das ist nicht überall so. Armut, Hunger, Durst, Schmutz und Krankheit sind in anderen Teilen der Welt der schreckliche Alltag für die Menschen.
Ihr Mangel steht im Zusammenhang mit unserem Überfluss.
Weil wir zuviel Fleisch, Fisch, Eier und Milch konsumieren, gehen sie leer aus.
Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass die Fleischproduktion verringert und der Verzehr von anderen tierischen Produkten reduziert wird.
In unserer Stadt haben sowohl Kunst wie auch Natur einen hohen Stellenwert. Wir sind kulturell hervorragend aufgestellt und investieren in Bildung und Wirtschaft.
Aber: Düsseldorf hat auch den Ruf eine oberflächliche Schickimicki-Metropole zu sein. Mit unserem rheinischen Frohsinn gepaart hat das sicher auch seinen Charme. Es ist aber nur die halbe Wahrheit.
In dieser Stadt hat man schon so oft beispielhaftes Engagement in verschiedensten Bereichen erlebt. Hier besteht die Chance etwas zu bewegen.
Düsseldorf ist stark genug Verantwortung zu übernehmen.
Wir sind die Landeshauptstadt und gehen mit gutem Beispiel voran.
Für uns Düsseldorfer gilt: Mitmachen ist Ehrensache.
Umwelt: Wir haben nur eine Welt
Der Fleischkonsum ist der Umwelt und Klimakiller Nr. 1.
Die Fleischindustrie benötigt 40% der landwirtschaftlich genutzten Anbaufläche der Erde.
Sehr langsam aber sicher reift jetzt die Erkenntnis: STOP!
Genug ist genug. Während wir das für und wider alter Glühbirnen oder Energiesparlampen in epischer Breite diskutieren, wird bisher dieses viel wichtigere Thema einfach totgeschwiegen.
Es ist zwar das unbestrittene Ergebnis vieler Studien, aber kaum jemand ist sich dessen bewusst:
Die Fleischproduktion verursacht mehr Erderwärmung als alle Autos und Flugzeuge zusammen!
Für riesige Rinderherden wird der Regenwald gerodet. Klimakatastrophen sind die Folge. Die Böden werden ausgelaugt. Vermehrt auftretende Wirbelstürme verwüsten ganze Landstriche, usw…
Täglich verschwinden seltene Tiere und Pflanzen unwiederbringlich.
Die Fakten sind bekannt.
Die Weltmeere sind bald leer gefischt. Ein Lebensraum, den wir zum überleben, ja zum atmen dringend brauchen, wird gnadenlos zerstört. Die Auswirkungen bekommen wir alle zu spüren. Auch in Düsseldorf!
Agrarsubventionen sind völlig sinnlos und heizen nur die Geldgier an. Dieses Geld kann man aber auch z.B. für Bildung ausgeben und hätte dabei gleich doppelt gewonnen.
Wir müssen im Rahmen unserer Möglichkeiten handeln.
Wenn wir in Düsseldorf eine Reduzierung des Fleischkonsums um 20% erreichen und unser Beispiel Schule macht, ist viel gewonnen.
Besser Essen
„Nichts wird die Gesundheit des Menschen und die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der erste Schritt zu einer vegetarischen Ernährung“.
- Albert Einstein -
Er war vielleicht ein Kauz, dumm war er nicht.
Der amerikanische mehrfache Leichtathletik Weltmeister und Olympiasieger Carl Lewis hat seine unglaublichen Leistungen mit veganer Ernährung erreicht. Ebenso die langjährige Weltranglisten Erste im Tennis Martina Navratilova.
Die Liste der bekannten Sportler, die auf vegetarische Ernährung schwören ist lang. Sie gehören zu einer Gruppe, die sich überdurchschnittlich intensiv mit ihrem Körper beschäftigt. Sie fordern ihm mehr ab, als der normale Mensch und machen sich Gedanken über Zusammenhänge zwischen Nahrung und Fitness.
Möglicherweise werden viele Stimmen laut und eindringlich vor der Vernichtung von Arbeitsplätzen in der Fleischindustrie warnen.
Durch die Förderung von leckeren Fleischersatz Produkten entstehen aber gleichzeitig Neue. Für die Industrie wachsen zukünftig damit gigantische Absatzmöglichkeiten. Deshalb können wir hier locker bleiben.
Die Zeit ist reif und der richtige Moment ist da.
Die belgische Stadt Gent sowie die Schweiz haben schon angefangen. Hier werden bereits fleischfreie Tage organisiert. Der Erfolg lässt sich nachlesen. In der Schweiz machen mehr als 40000 Personen und 430 Organisationen mit.
Sir Paul McCartney propagiert mit seiner Organisation in England den „fleischfreien Montag“. Tausende seiner Landsleute finden es „cool“.
Wir finden es auch „cool“!
Wenn Düsseldorf jetzt nicht einsteigt, wer denn?
Gesundheit: Billiges Fleisch kommt uns teuer zu stehen!
Nicht nur die Vogelgrippe ist ein Beweis. Für Wissenschaftler ist es ein offenes Geheimnis, dass durch die Massentierhaltung Viruserkrankungen hervorragend übertragen und ausgebreitet werden.
Auch Gaben von Hormonen, Antibiotika und sogar Pestiziden werden durch den Verzehr der belasteten Tiere von unserem Organismus aufgenommen und schädigen uns nachhaltig. Sogar unser Erbgut wird beeinträchtigt.
Laut Empfehlung einer Studie der WHO sollte ein erwachsener Mensch nicht mehr als insgesamt 250 Gramm Fleisch, Wurst, Geflügel, pro Woche verzehren. Bei uns konsumiert er das pro Tag!
In Ländern mit hohem Verzehr von Sojaprodukten (Tofu) sind nachweislich die Brustkrebserkrankungen bei den Frauen um 80% geringer.
Das Gleiche gilt für Beschwerden in den Wechseljahren.
Immer neue Studien beweisen: Vegetarier haben weniger Krankheiten und eine deutlich höhere Lebenserwartung.
Schon der Verzicht auf 20% tierischer Lebensmittel bringt messbare Verbesserungen.
Herz- und Kreislauferkrankungen, hauptsächliche Todesursache in Deutschland, könnten stark herabgesetzt werden. Die damit verbundenen Kosten für die Krankenversicherung auch.
Volkswirtschaftlich betrachtet könnten wir solche Ergebnisse brauchen.
Tierschutz
Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit!
- Albert Schweitzer -
Es macht Sinn, deutlich weniger Tiere zu produzieren und dafür deren Lebensqualität zu erhöhen.
Hinter jedem Schnitzel steckt eine qualvolle Geschichte. Keiner kann sagen, er wüsste das nicht.
Die Wertschätzung der Geschöpfe, die (leider?) nicht sprechen können, muss immer wieder aufs Neue thematisiert werden.
Die Tiere brauchen eine Lobby!
Die Ethik der deutschen Bevölkerung im 21. Jahrhundert, ist mit der Zivilisation im Allgemeinen und der geistigen Entwicklung im Besonderen noch nicht im entsprechenden Maße mit gewachsen.
Hier muss immer wieder ins Bewusstsein gerufen werden, dass Egoismus lebenswichtig ist, aber mit Ignoranz gepaart, unerträglich werden kann. Werte wie Rücksicht und Fairness, auch den Tieren gegenüber, zeichnen den gesund denkenden Menschen aus.
Im Übrigen haben viele Menschen Mitgefühl, scheuen sich aber das laut zu auszusprechen, aus Angst belächelt zu werden. Eigentlich schade.
Wer Gewalt bekämpfen will muss sehen wo sie ausgeübt wird.
Das ist immer da, wo man sich nicht wehren kann. Die Tiere können sich am wenigsten wehren. Deshalb leiden sie am meisten, umso mehr sind wir in der Pflicht.
Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die das verstanden und verinnerlicht haben, würden auch keine Menschen totschlagen.
Den anderen müssen wir es noch nahe bringen.
Wie brauchen keine strengeren Gesetze. Wir brauchen Anständigkeit und die Selbstverständlichkeit des Mitgefühls sowie Ethik und Moral.
In unserem eigenen Interesse.
Nahrung für die dritte Welt
Es müssen zurzeit mehr als 6 Milliarden Menschen ernährt werden!
Man verfüttert aber 50% der gesamten Getreideernte weltweit an Schlachttiere.
Dieses Getreide kann den Hunger von Millionen Menschen stillen. Klar, dass man keine schnelle Kehrtwende machen kann.
Aber: auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt.
Zusammenhänge mit unsauberem Wasser, unfruchtbaren Böden kennt man auch hierzulande, zumindest in der Theorie.
Es ist nicht so schwer den Menschen für einen guten Zweck Geld abzuverlangen. Man ist bereit zu spenden. Das erinnert ein wenig an die Ablassbriefe des Mittelalters. Man kaufte sich Absolution, lehnte sich zufrieden zurück und machte weiter wie zuvor.
Das half damals nicht und hilft heute auch nicht!
Wir müssen uns schon ein wenig selbst ändern. Nur wie?
Gehen wir einfach nur einen Schritt.
Wenn man von allen Bundesbürgern nur einen Euro geschenkt bekäme, hätte man ein Vermögen um die 80 Millionen. Der Einzelne aber würde den Verlust von einem Euro kaum bemerken.
Wenn nun stattdessen jeder Bürger einen Tag in der Woche auf Fleisch verzichtet (es darf natürlich auch mehr sein) kommt eine gigantische Menge „eingesparter“ Tiere zusammen. So einfach ist das.
Das bedeutet: hier ist die seltene Gelegenheit die Wahl für sich zu entscheiden.
Die Frage stellt sich: sind uns das die Menschen in der dritten Welt wert?



