Tana rührt zu Tränen
Der Verein „Düsseldorfer Stadttiere“ will auch Menschen helfen.
Tierschutz funktioniert nur, wenn auch Menschen etwas davon haben:
Anne Dolff, Monika Piasetzky und Marco Fabritius mit Hunde-Dame Tana
wollen genau das mit ihrem Verein „Düsseldorfer Stadttiere“ e.V. erreichen.
Foto: Yvonne Hofer
Sie sind einsam, verwirrt und oft auch bettlägerig. Doch wenn Tana auftaucht, werden selbst Menschen munter, die schon total abgeschaltet haben. „Der Hund ist der Zugang!“
Tana ist eine dreijährige Mischlings-Hündin mit wunderschönen bernsteinfarbenen Augen. Ihr Herrchen Marco Fabritius ist eigentlich Profi-Tiertrainer. Für den noch jungen Verein Düsseldorfer Stadttiere e.V. besuchen die beiden Düsseldorfer Seniorenheime - mit Erfolg.
Bislang wohl eindrucksvollstes Erlebnis für Fabritius: „Eine Frau lag im Bett und zeigte nicht die geringste Reaktion. Bis wir Tana aufs Bett setzten und die Hand der alten Dame ihr Fell berührte. Plötzlich rollten ihr Tränen übers Gesicht.“
Der Hund weckt Erinnerungen, bringt die Menschen im Heim zum Erzählen.
„Auf mich reagiert niemand, auf den Hund alle.“
Tierschutz, der die Menschen nicht außer Acht lässt - das ist das erklärte Ziel von Düsseldorfer Stadttiere e.V. Und für das kommende Jahr haben sich Monika Piasetzky und Anne Dolff vom Vorstand große Ziele gesetzt.
Zum einen sollen die Besuche mit Hunden in Düsseldorfer Seniorenheimen ausgedehnt werden. Dafür lernt Marco Fabritius derzeit schon Menschen und Vierbeiner an.
Ein weiterer Bestandteil der Seniorenprojekte sind alte Menschen, die mit ihren Haustieren noch zu Hause leben und jene, die ins Heim kommen und nicht wissen, wohin mit ihrem Hasen oder Wellensittich.
„Wir wollen ein Netzwerk aufbauen“, erklärt Monika Piasetzky.
Innerhalb dieses Netzwerkes sollen dann Menschen einspringen, wenn sich jemand ums Haustier kümmern muss. „Der eine hat ein Tier, kann sich aber nicht mehr richtig drum kümmern, der andere hätte gerne eins“, erklärt Piasetzky das Prinzip des Netzwerks.
Zudem ist angedacht, in Heimen Räume einzurichten, wo Kleintiere gehalten werden. „Die alten Menschen müssen sich dann nicht von ihren Schützlingen trennen, und unser Verein übernimmt die Versorgung“, so Piasetzky.
Unterstützung erhält der Verein vom Düsseldorfer Palliativ-Mediziner Dr. Claudius Löns.
„Er hat unser Anliegen in die Düsseldorfer Ärzteschaft getragen.“
Über Empfelungen durch Hausärzte hoffen Dolff und Piasetzky auf regen Zuspruch. Denn dass Bedarf in Düsseldorf ist, daran zweifelt niemand.
Garantiert immer im Mittelpunkt:
Hunde-Dame Tana beim Besuch
im Seniorenheim.
Düsseldorfer Anzeiger, 17.12.2008

Anne Dolff, Monika Piasetzky und Marco Fabritius mit Hunde-Dame Tana
wollen genau das mit ihrem Verein „Düsseldorfer Stadttiere“ e.V. erreichen.
Foto: Yvonne Hofer
Sie sind einsam, verwirrt und oft auch bettlägerig. Doch wenn Tana auftaucht, werden selbst Menschen munter, die schon total abgeschaltet haben. „Der Hund ist der Zugang!“
Tana ist eine dreijährige Mischlings-Hündin mit wunderschönen bernsteinfarbenen Augen. Ihr Herrchen Marco Fabritius ist eigentlich Profi-Tiertrainer. Für den noch jungen Verein Düsseldorfer Stadttiere e.V. besuchen die beiden Düsseldorfer Seniorenheime - mit Erfolg.
Bislang wohl eindrucksvollstes Erlebnis für Fabritius: „Eine Frau lag im Bett und zeigte nicht die geringste Reaktion. Bis wir Tana aufs Bett setzten und die Hand der alten Dame ihr Fell berührte. Plötzlich rollten ihr Tränen übers Gesicht.“
Der Hund weckt Erinnerungen, bringt die Menschen im Heim zum Erzählen.
„Auf mich reagiert niemand, auf den Hund alle.“
Tierschutz, der die Menschen nicht außer Acht lässt - das ist das erklärte Ziel von Düsseldorfer Stadttiere e.V. Und für das kommende Jahr haben sich Monika Piasetzky und Anne Dolff vom Vorstand große Ziele gesetzt.
Zum einen sollen die Besuche mit Hunden in Düsseldorfer Seniorenheimen ausgedehnt werden. Dafür lernt Marco Fabritius derzeit schon Menschen und Vierbeiner an.
Ein weiterer Bestandteil der Seniorenprojekte sind alte Menschen, die mit ihren Haustieren noch zu Hause leben und jene, die ins Heim kommen und nicht wissen, wohin mit ihrem Hasen oder Wellensittich.
„Wir wollen ein Netzwerk aufbauen“, erklärt Monika Piasetzky.
Innerhalb dieses Netzwerkes sollen dann Menschen einspringen, wenn sich jemand ums Haustier kümmern muss. „Der eine hat ein Tier, kann sich aber nicht mehr richtig drum kümmern, der andere hätte gerne eins“, erklärt Piasetzky das Prinzip des Netzwerks.
Zudem ist angedacht, in Heimen Räume einzurichten, wo Kleintiere gehalten werden. „Die alten Menschen müssen sich dann nicht von ihren Schützlingen trennen, und unser Verein übernimmt die Versorgung“, so Piasetzky.
Unterstützung erhält der Verein vom Düsseldorfer Palliativ-Mediziner Dr. Claudius Löns.
„Er hat unser Anliegen in die Düsseldorfer Ärzteschaft getragen.“
Über Empfelungen durch Hausärzte hoffen Dolff und Piasetzky auf regen Zuspruch. Denn dass Bedarf in Düsseldorf ist, daran zweifelt niemand.
Garantiert immer im Mittelpunkt:Hunde-Dame Tana beim Besuch
im Seniorenheim.
Düsseldorfer Anzeiger, 17.12.2008


