Das Wild- und Ziertaubenprojekt
36 Ringeltauben, Jungtiere oder verletzte Alttiere, konnten im ersten Jahr Stadttierhof gesundgepflegt oder aufgezogen und größtenteils wieder ausgewildert werden. Auch 13 Türkentauben waren in diesem Jahr in unserer Obhut und wurden ausnahmslos erfolgreich vermittelt oder wieder ausgewildert.
Die Arbeit mit und für die Wildtauben wird fortgesetzt - die diesjährige Jungtiersaison geht gerade in die zweite Runde!
6 Lachtauben leben lachend und sicher teilweise in einer Pflegestelle, teilweise müssen sie sich noch unserere Ringeltaubenvoliere mit den Wildtauben teilen.
Lachtauben können nicht in Freiheit leben, sie haben zuchtbedingt kein gutes Orientierungsvermögen mehr und sind den hiesigen Wildtauben nicht gewachsen. Für sie wollen wir einen schönen eigenen Lebensraum bei uns schaffen.
Wild- und Ziertauben
Ringeltauben waren nach dem zweiten Weltkrieg fast ausgerottet, auch Türkentauben waren eine artengeschützte Rarität in Deutschland.
Im Gegensatz zu den Stadttauben bauen sie ihre Nester in hohen Bäumen. Während Stadttauben sich im Schwarm am wohlsten fühlen, brüten und wohnen Wildtauben als Einzelpaare und schließen sich nur in den Herbst- und Wintermonaten zu Gruppen zusammen.
Zu ihrem Speiseplan gehören neben Körnern und Sämereien auch Blüten, Früchte und Beeren.
Im Gegensatz zu den Stadttauben brüten Wildtauben nur in der Brutsaison. Sie legen nur zwei Eier pro Brut. Die Jungen verlassen das Nest schon bevor sie richtig fliegen können und werden als sogenannte Ästlinge bis zum Erwachsenwerden noch weiter von den Eltern gefüttert.
Inzwischen hat sich ihr Bestand erholt und sie entwickeln sich für manche sogar zu einem neuen Ärgernis im urbanen Lebensraum.
Da in unseren Parks, Gärten und Alleen inzwischen etliche Tiere dieser Arten leben, geraten entsprechend auch viele in Not.


